Wednesday, September 24, 2014

Cremige Polenta

Memo an mich selbst: Häufiger Polenta kochen! Eigentlich weiß ich, dass ich Polenta gerne mag und dass sie außerdem superschnell und einfach zuzubereiten ist... häufig mache ich sie komischerweise trotzdem nicht.


Dabei eignet sie sich als schnelle Beilage zu so vielen Gerichten, z.B. zu süß-saurem Radicchio Treviso wie auf meinen Bildern – das Rezept dafür wird noch nachgeliefert. Aber auch zu Fleisch (Scaloppine al limone oder al masala oder zu Saltimbocca), zu Ofengemüse, oder auch einfach nur pur zu Salat.

Die Zubereitung dauert gerade einmal gute 20 Minuten, wovon der Großteil Quellzeit ist, d.h. genug Zeit, um Salat, Fleisch oder Sonstiges zuzubereiten.

Zutaten (pro Person)
40 g Polenta-Grieß
25 g Schlagobers
50 ml Milch
175 ml Wasser
1 TL Butter
1-2 EL Parmesan (grob geraspelt)
Salz, Pfeffer
Muskat

Zubereitung

Milch, Obers, Wasser und etwas Salz aufkochen, Polenta-Grieß einrühren und 3-4 Minuten bei schwacher Hitze unter Rühren köcheln lassen. Topf vom Herd nehmen und die Polenta zugedeckt ca. 15 Minuten quellen lassen. Mit Pfeffer und Muskat (am besten frisch gerieben) abschmecken. Butter und Parmesan unterrühren und bei Bedarf noch mit etwas Salz abschmecken (da der Käse aber schon salzig ist, ist das evtl. gar nicht nötig).

Sunday, September 21, 2014

Brioche

Was gibt es besseres als ein noch lauwarmes duftendes Brioche mit Butter und (selbstgemachter) Marmelade an einem wunderbar sonnigen Frühherbst- Spätsommer-Sonntagmorgen?


Mir fällt da so spontan eigentlich nicht viel ein :o) morgens ewig herumkneten macht sonntags dafür eher wenig Spaß. Umso besser also, wenn man den Teig problemlos schon am Vorabend vorbereiten kann bzw. sogar sollte, damit der Teig über Nacht lange genug Zeit hat, um zu gehen und luftig zu werden. Morgens durchkneten, in Form bringen, nochmal kurz gehen lassen und ein paar Minuten später ist das Supersonntagsfrühstück auch schon fertig.

Ich habe selbstgemachte Heidelbeermarmelade mit einem Hauch Zimt verwendet. Der Phantasie und dem eigenen Geschmack sind dabei aber keine Grenzen gesetzt, es eignet sich jede beliebige Marmelade. Oder auch keine Marmelade, wenn man es lieber puristisch mag.


Zutaten
3 EL lauwarme Milch
12 g frische Hefe
3 Eigelbe
500 g Mehl (Type 480 bzw. 405 in Deutschland)
80 g zerlassene Butter
100 g Zucker
1 Prise Vanillepulver
1 EL Orangensaft
4-5 EL Marmelade
Staubzucker zum Bestreuen


Zubereitung

Hefe und Milch in einer großen Schüssel vermischen und stehen lassen, bis die Hefe leicht zu schäumen beginnt. 2 Eigelbe, Mehl, Butter, Zucker, Vanillepulver und Orangensaft dazugeben und zu einem glatten elastischen Teig verarbeiten. Falls nötig noch etwas Milch oder Mehl dazugeben. Den Teig einige Minuten kneten, anschließend abgedeckt über Nacht gehen lassen.
Am nächsten Morgen den Teig nochmals gut durchkneten, aus gut dreiviertel des Teiges 8-9 Kugeln formen und in Muffinformen (oder andere ähnlich große ofenfeste Formen, z.B. Souffleeformen) setzen. Mit dem Finger ein Loch in jede Kugel drücken und jeweils 1 TL Marmelade hineingeben.
Aus dem restlichen Teig ebensoviele kleine Kugeln formen. Das restliche Eigelb mit 1 EL Milch verquirlen und die kleineren Teigkugeln auf einer Seite damit bestreichen. Kugeln mit der bestrichenen Seite nach unten auf die Marmelade setzen, die Oberseiten der Brioche mit dem restlichen Eigelb bestreichen.

Die Brioche etwa 30 Minuten gehen lassen, dann im vorgeheizten Backofen bei 180 °C 10-15 Minuten goldbraun backen, mit Staubzucker bestreuen und am besten noch lauwarm essen.

Tuesday, September 16, 2014

Palak Paneer

Wie man Paneer total simpel selbst machen kann, habe ich euch ja gestern schon aufgedrängt verraten, verarbeitet werden will der fertige Käse aber natürlich auch.
Was bietet sich da besser an als ein ganz traditionelles indisches Gericht, das als ersten Hauptbestandteil Paneer hat, als zweiten dazu Spinat. Und natürlich viele Gewürze!

Ich halte mich diesmal kurz, Palak Paneer schmeckt auch ohne viel Vorausgelaber hervorragend ;o) probiert es einfach mal aus und lasst mich wissen, ob es euch genauso gut geschmeckt hat! 


Zutaten
200 g Paneer (gekauft oder selbstgemacht --> das Rezept habe ich HIER schon gebloggt)
350 g TK-Blattspinat (oder doppelte Menge frischen Spinat)
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer (daumennagelgroß)
1 rote Chilischote
1 EL Butterschmalz (oder Ghee)
100 g Schlagobers
2 Kardamomkapseln
Currypulver
Salz, Pfeffer

Zubereitung
Spinat auftauen lassen und gut ausdrücken. Paneer in Scheiben oder Würfel schneiden, Knoblauch und Zwiebel fein würfeln, Ingwer und Chili in feine Streifen schneiden (Kerne und weiße Häute im Innern der Chili unbedingt entfernen!).

Butterschmalz in einer tiefen Pfanne erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Kardamomkapseln, Chili und Currypulver nach Geschmack 1-2 Minuten andünsten. Spinat dazugeben und einige Minuten mitdünsten. Obers dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Paneer zum Spinat geben und darin ca. 2-3 Minuten unter vorsichtigem Wenden erhitzen. Sofort Servieren (z.B. mit Reis oder Naan).

Monday, September 15, 2014

Selbstgemachter Paneer

Indische Küche ist für die meisten von euch sicher längst nichts besonderes mehr, und auch die benötigten (authentischen) Zutaten – einschließlich Paneer - kann man inzwischen problemlos bei uns bekommen.



Bei Paneer handelt es sich um einen schnittfesten Frischkäse, der häufig als vegetarische Alternative in Currys verwendet oder zu einem ganz traditionellen Gericht der indischen Küche – Palak Paneer – verarbeitet wird. Man kann diesen Käse meist in asiatischen/indischen Läden fertig kaufen, man kann ihn aber mindestens ebenso leicht selbst herstellen. Die Zutaten beschränken sich auf genau drei: Milch, Salz, Zitronensaft. Den Rest erledigt die Zeit :o)

Außer den unten genannten Zutaten braucht ihr ein Haarsieb, ein großes Mull- bzw. Leinentuch (oder einen Leinenbeutel) und etwas zum Beschweren des Käses (ich habe eine Schüssel, die genau in das Sieb gepasst hat, beschwert mit einigen Konservendosen, verwendet).

Zutaten
2 l Vollmilch
2 TL Salz

6 EL Zitronensaft

Zubereitung
Milch und Salz in einem großen Topf unter Rühren aufkochen (wenn man das Rühren vergisst, klebt die Milch gerne ein bisschen an, was man an den kleinen hellbaunen Flankerln in meinem Paneer erkennen kann). Topf vom Herd nehmen, Zitronensaft einrühren, die Milch nochmals aufkochen und etwa 1 Minute unter Rühren köcheln lassen.
Sieb mit dem Tuch auslegen, die ausgeflockte Milch hineingießen und abtropfen lassen. Sobald die Masse soweit abgekühlt ist, dass man sie mit den Händen anfassen kann, mit Hilfe des Tuchs kräftig ausdrücken und etwas in Form bringen. Mit ca. 2 kg beschweren und für mehrere Stunden (oder einfach über Nacht) weiter abtropfen und auskühlen lassen.
Nach dem Abtropfen/Auspressen aus dem Tuch schälen und weiterverarbeiten (z.B. zu Palak Paneer).