Sunday, October 11, 2015

Gemüsesuppen-Basis, selbstgemacht

Langsam, still und leise hat sich jetzt doch der Herbst angeschlichen – das schöne sonnige Wetter in letzter Zeit hat noch darüber hinweggetäuscht bzw. den Anschein erweckt, dass der Sommer doch noch hier ist.
Aber spätestens seit der letzten Woche mit Nachttemperaturen unter 10°C, Frühnebel und Dunkelheit ab 18:30 musste auch ich mir eingestehen, dass der Herbst nicht mehr nur vor der Tür steht, sondern genau genommen schon in meinem Wohnzimmer Platz genommen hat.


Obwohl ich ja eine eingefleischte Sommerliebhaberin bin und mich deshalb auch nicht über den diesjährigen Megasommer beschweren möchte und werde, kann ich doch auch dem Herbst so einiges abgewinnen.
Ich liebe die Farben, die der Herbst mit sich bringt, ich liebe Kürbis (in allen Variationen, ich mag sogar Nebel und trübe dunkle Tage – sofern ich an diesen Tagen einfach drin bleiben und es mir mit einem heißen Tee oder eine warmen Suppe auf dem Sofa gemütlich machen kann.


Allerhöchste Zeit also, die Vorräte an selbst gemachter Suppenpaste noch schnell aufzustocken, um damit über die kalte Jahreszeit zu kommen. Ich habe das Grundrezept von Claudia  von Miss Gliss und bin ganz begeistert davon wie simpel das Ganze ist – es braucht nur das entsprechende Gemüse, Gewürze und einen Fleischwolf. Kein Einkochen oder sonstige umständliche Methoden zur Haltbarmachung sind dazu nötig - das “Geheimnis” der Haltbarkeit ist eigentlich kein Geheimnis, sondern etwas, das Menschen schon seit Jahrtausenden wissen: Salz konserviert.

Bei der Salzmenge (30 %) habe ich mich am oben verlinkten Rezept orientiert, bei der Zusammenstellung der Gemüse-Kräuter-Mischung habe ich ein bisschen meinen eigenen Geschmack einfließen lassen. Laut Miss Gliss hält sich die Suppenbasis kühl und dunkel (z.B. im Keller) aufbewahrt aufgrund des hohen Salzgehalts bis zu 1 Jahr. Ich selbst habe leider noch keine so langen Erfahrungswerte, zweieinhalb Monate hält sich die Paste bei mir aber auch schon ohne Probleme.

Zutaten
200 g Knollensellerie (inkl. Grün)
200 g Petersilienwurzel
350 g Karotten
150 g Lauch
150 g Zwiebeln
Daumengroßes Stück Ingwer
10 Stiele Petersilie
2-3 Stiele Liebstöckel
5 (frische) Lorbeerblätter
20 Wacholderbeeren
½ EL schwarze Pfefferkörner
Muskatnuss (frisch gerieben)
½ EL Kurzkuma
feines Meersalz

Zubereitung
Gemüse und Kräuter waschen, wenn nötig schälen (den Ingwer auf jeden Fall schälen), putzen, und ca. 1 cm dicke Stifte schneiden (bzw. ein Format und eine Größe, mit der euer Fleischwolf gut zurechtkommt). Das Gemüse, die Kräuter und die Gewürze (außer Muskat, Kurkuma und Meersalz) abwechselnd durch eine mittelgroße Mahlscheibe drehen. Mit Kurkuma und Muskatnuss nach Geschmack gut durchmischen, abwiegen und pro 100 g Gemüsemasse 30 g Meersalz untermischen.
In saubere Gläser füllen, verschließen und kühl und dunkel aufbewahren. Infos zur Haltbarkeit findet ihr im letzten Textabsatz. 



Thursday, July 23, 2015

Brioches siciliane

Jedes Jahr im Sommer ertappe ich mich dabei, wie ich die Fotos der vergangenen Sommerurlaube durchgehe und am liebsten sofort losfahren oder –fliegen würde. Besonders groß ist das Fernweh immer dann, wenn der Sommerurlaub ausfallen muss – so wie dieses Jahr.


Vor zwei Jahren war ich in Sizilien und was soll ich sagen – es gibt wenige Dinge oder Gerichte, die ich nach einem Urlaub so sehr vermisse wie die grandiosen fluffig-lauwarmen Brioches zum Frühstück. Am besten natürlich in Kombination mit einem herrlich erfrischenden Granita – am liebsten Kaffee und Mandel... oder gefüllt mit Eis, wie man es in Sizilien an jeder Ecke bekommt... hach! Merkt ihr’s? Ich schwelge schon wieder in Erinnerungen :o)


Aber wenn ich selbst schon nicht zum Urlaubs-Lieblingsgericht kommen dann, dann muss das Urlaubs-Lieblingsgericht eben zu mir kommen – einige Versuche habe ich gebraucht, bis die Konsistenz genau die war, die ich kannte und so gerne mag. Jetzt ist es so weit und dem sizilianischen Frühstück auf der heimischen Terrasse steht nichts mehr im Wege.

Ein Grund für die mehrmaligen Versuche, die ich starten musste, ist das Mehl. Die richtige Teigkonsistenz steht und fällt einfach mit dem verwendeten Mehl und ich musste feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, hierzulande das richtige Mehl zu bekommen. Am besten funktioniert Manitobamehl (eine Mehlsorte mit besonders hohem Kleberanteil), alternativ geht auch gut ein Mehl mit der Typenbezeichnung “Tipo 00” – aber auch hier gibt es Unterschiede, am besten ihr wählt ein Tipo 00 per Dolci (für Süßspeisen also).
Diese Mehle bekommt man u.a. über Amazon, ich bin vor Kurzem aber auch auf die in München ansässige Hofbräuhaus-Kunstmühle gestoßen, die ihre Produkte auch versendet und u.a. Manitobamehl anbietet.




Nicht weniger wichtig als das richtige Mehl ist die Knetzeit. Ich habe verschiedenste Brioche-Rezepte gelesen und dachte mir jedes Mal “Was, 10 Minuten lang kneten?! Das muss doch auch in weniger Zeit gehen” – nein, geht es nicht. Die lange Knetzeit trägt dazu bei, dass der Teig richtig schön geschmeidig und feinporig wird, so dass er beim Backen gut und gleichmäßig aufgeht. Die Küchenmaschinenbesitzer unter euch haben es hier einfacher, aber auch ohne Küchenmaschine empfehle ich euch, euch die Zeit zum Kneten zu nehmen. Man schmeckt den Unterschied tatsächlich!




Zutaten
500 g Mehl (Manitoba, alternativ Tipo 00 für Dolci)
25 g frische Hefe
175 ml + 2 EL kalte Milch
150 g Zucker
75 g weiche Butter
Schale von 1 Zitrone
2 Eier + 1 Eigelb
1 EL Honig
1 Prise Safran (gemahlen)
Salz

Zubereitung
Hefe in ca. 75 ml kalter Milch auflösen und glattrühren. Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde machen. Hefe-Milch und Honig in die Mulde gießen und grob mit einer Gabel mit etwas Mehl verarbeiten. 2 ganze Eier nacheinander mit der Gabel unterarbeiten. Safran in 100 ml Milch auflösen und zusammen mit Zucker, Butter (in Würfeln), Zitronenschale und einer Prise Salz zur Mehlmischung geben. Mit der Küchenmaschine oder den Händen zu einem glatten Teig verkneten und ca. 10 Minuten weiterkneten. In eine bemehlte Schüssel legen und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
Am nächsten Tag den Teig nochmals gut durchkneten und in 10-12 gleich große Stücke teilen. Zu Kugeln formen und ein kleines tropfenförmiges Stück abtrennen. Mit den Fingern eine Kuhle in die große Kugel machen und den kleineren “Teigtropfen” hineinsetzen (siehe Bilder). Die Brioche auf mit Backpapier ausgelegte Bleche setzen (macht nicht den gleichen Fehler wie ich und setzt sie zu nahe aneinander) und abgedeckt eine Stunde gehen lassen.
1 Eigelb mit 2 EL kalter Milch verquirlen, die Brioches damit bepinseln und im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Elektro) 15-20 Minuten – je nach gewünschtem Bräunungsgrad – backen.


Saturday, July 18, 2015

Salmorejo Cordobés

Schwitzt ihr auch so? Die Abkühlung nach der letzten Hitzewelle hielt ja leider nur sehr kurz und die nächste Hitzewelle hat Österreich schon wieder fest im Griff. An Kochen ist da genauso wenig zu denken wie an alle anderen Aktivitäten, die in irgendeiner Weise noch zusätzlich Hitze oder Anstrengung verursachen könnten.


Was essen muss will man aber ja trotzdem. Schnell soll es gehen, frisch schmecken, mit viel Gemüse und KALT! Abkühlung von innen sozusagen. Das sind zumindest derzeit meine persönlichen Kriterien an meine Mahlzeiten. Neben Salaten in allen Variationen sind deshalb kalte Suppen im Moment meine Lieblinge!

Ich bin ein großer Gazpacho-Fan, Salmorejo Cordobés (oder auch Salmorejo Andaluz, wie sie oft genannt wird) ist eine Variation davon – ohne Gurke, dafür mehr Weißbrot. Paprika kann sie enthalten, muss aber nicht – ich habe meine ohne Paprika gemacht.

Da sie neben Brot bei mir also hauptsächlich Tomaten enthielt, sind die natürlich der entscheidende Punkt. Glücklicherweise beginnt gerade die Tomatensaison und man kann schon herrlich aromatische Tomaten auf den Märkten kaufen. Ich schreibe Märkte, weil die Tomaten, die man im Supermarkt bekommt zwar aktuell auch schon aus heimischen Gefilden kommen, der Geschmack aber dennoch oft zu Wünschen übrig lässt. Das liegt hauptsächlich an der Auswahl der Sorten.
Auf dem Markt oder in kleineren Hofläden direkt vom Bauern bekommt man oft andere Sorten als im Supermarkt, Ochsenherz kann ich euch sehr ans Herz legen (bzw. generell eignen sich Fleischtomaten am besten, weil sie mehr Fleisch und weniger Kerne/Wasser enthalten).

Zutaten
1 kg Fleischtomaten
300 g Toastbrot
2 Knoblauchzehen
125 ml Olivenöl
2 EL Weißweinessig
Salz, Pfeffer
150 g Serranoschinken
4 Eier

Zubereitung
Tomaten kreuzweise einritzen, mit kochend heißem Wasser übergießen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Toastbrot vierteln und in kaltem Wasser einweichen. Knoblauchzehen schälen.
Die Haut von den Tomaten abziehen, die Tomaten vierteln und die Strünke herausschneiden. Toastbrot ausdrücken. Tomaten, Brot, Knoblauch, Olivenöl und Essig sehr fein pürieren (das kann je nach Stärke des Mixers ein paar Minuten dauern). Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Suppe mindestens eine Stunde im Kühlschrank kaltstellen.
Eier in ca. 10 Minuten hart kochen, kalt abschrecken, schälen und abkühlen lassen. Serranoschinken und Eier würfeln. Zum Servieren die Suppe mit etwas Olivenöl beträufeln, mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen und mit Ei- und Serranowürfeln garnieren.


Sunday, June 28, 2015

Feld, Wald und Wiese - Holunderblütensirup

Blüht der Holunder bei euch noch? Bei mir ist die schöne Pracht leider schon wieder vorbei... dafür ging es dieses Jahr (wahrscheinlich auch aufgrund des milden Winters) früh los.

Ich konnte gerade noch so genug Blüten für eine große Flasche selbstgemachten Holunderblütensirup zusammensammeln – neben frittierten Holunderblüten ist dieser Sirup eines der Dinge, auf dich ich mich jedes Jahr im Frühjahr aufs Neue wie ein kleines Kind freue!
Für mich schmeckt ein Glas kaltes Wasser mit etwas Sirup, einer Zitronenscheibe und evtl. noch etwas Minze einfach nach purem Sommer – und ich deshalb aktuell mein absolutes Lieblingsgetränk!


Die Blüten solltet ihr am besten nicht waschen, ansonsten geht einiges an Geschmack verloren. Deshalb solltet ihr auch lieber etwas abseits stark befahrener Straßen oder Bahngleise und nur ab einer Höhe, die auch von größeren Hunden nicht erreicht werden kann (ihr wisst schon ;o)) sammeln.
Ich klopfe sie einige Mal kräftig auf Küchenpapier aus (so fallen Insekten heraus) und sehe mir anschließend jede einzelne Dolde sehr gründlich an und entferne von Hand braune Blüten oder übriggebliebene Insekten.

Zutaten
700 g Zucker
1 Liter Wasser
15 große Holunderblütendolden
1 Zitrone (unbehandelt)
15 g Zitronensäure

Zubereitung
Zucker und Wasser in einem Topf erhitzen, bis der Zucker komplett aufgelöst ist (muss aber nicht unbedingt kochen), anschließend handwarm abkühlen lassen.
Die Zitrone heiß abwaschen und in dünne Scheiben schneiden. Blütendolden, Zitronenscheiben und Zitronensäure in eine große Schüssel oder ein großes Glas geben und mit dem lauwarmen Sirup übergießen. Einige Stunden bei Raumtemperatur ziehen lassen, anschließend in den Kühlschrank stellen und abgedeckt 2-3 Tage ziehen lassen.
Nach dieser Zeit den Sirup durch ein feines Sieb (ausgelegt mit einem Mulltuch oder einem sauberen Geschirrtuch) abgießen. Den Sirup einmal kurz aufkochen, dann in saubere Flaschen abfüllen und kühl (am besten im Kühlschrank) aufbewahren.

Tuesday, June 16, 2015

Schweinesteaks in Kräuter-Zitrus-Marinade

Steaks, im Sommer – das schreit ja eigentlich danach, sie auf den Grill zu legen. Das war ursprünglich auch der Plan, der dann aber im wahrsten Wortsinne ins Wasser fiel. Ich habe die Steaks also stattdessen im Backofen auf dem Rost “gegrillt” und das hat erstaunlich gut funktioniert! Natürlich kann man sie auch einfach in die Pfanne legen.


Das tut bzw. tat dem Geschmack nämlich absolut keinen Abbruch. Die Marinade aus Kräutern, Orangen- und Limettensaft schmeckt frisch und fruchtig und passt perfekt zu einem warmen Sommerabend im Freien. Bei mir war es wie gesagt ein verregneter Sommerabend in der Wohnung – passt genauso gut!

Ich habe das Fleisch sehr dick geschnitten – ca. 5 cm – um es anschließend noch in Scheiben aufschneiden zu können. Genauso gut könnt ihr aber gleich etwas dünnere Steaks schneiden und sie dann im Ganzen Servieren.

Zutaten
1 kg Schweinenacken (in 2 dicken Scheiben)
4 Knoblauchzehen
100 ml Olivenöl
1 unbehandelte Orange
50 ml Limettensaft
2 Handvoll Koriander
2 Zweige Oregano
2 Zweige Minze
1 EL Cumin (Kreuzkümmel)
Salz, schwarzer Pfeffer

Zubereitung
Knoblauchzehen schälen, Kräuter waschen und die Blätter von den Stielen zupfen. Orange heiß waschen, Schale abreiben, Saft auspressen und ca. 50 ml abmessen. Knoblauch, Olivenöl, Orangenschale und –saft, Limettensaft, Kräuter und Cumin in einem Food Processor zerkleinern (alternativ Knoblauch und Kräuter fein hacken und mit den restlichen Zutaten verrühren).
Die Fleischstücke in einen ausreichend großen Plastikbeutel legen, Marinade darüber gießen und den Beutel gut verschließen. Die Marinade etwas in das Fleisch einmassieren, den Beutel in eine Schale legen und für 3-4 Stunden (oder über Nacht) marinieren lassen.

Die Fettpfanne des Backofens mit Alufolie auslegen, das Rost darauf stellen und zusammen im Backofen auf 200°C (Heißluft) vorheizen.
Das Fleisch auf das heiße Rost legen, Grill einschalten und von jeder Seite insgesamt etwa 20-25 Minuten grillen. Am besten zwischendurch mit einem Thermometer die Temperatur im Innern des Fleisches kontrollieren und die Fleischstücke aus dem Ofen nehmen, sobald knapp 70°C erreicht sind. Die Fleischstücke einzeln in Alufolie wickeln und 15-20 Minuten ruhen lassen.
Alternativ, die Steaks auf dem Grill garen – konkrete Zeitangaben kann ich euch dazu leider keine machen, hier orientiert ihr euch am besten nach eurer eigenen Erfahrung bzw. kontrolliert regelmäßig die Kerntemperatur und richtet euch danach.

Zum Servieren das Fleisch in ca. 0.5cm dicke Scheiben schneiden. Bei mir gabs dazu Knoblauch-Pizzastangerl und Avocado-Mango-Salsa (beides kommt in nächster Zeit noch auf den Blog). 

Wednesday, May 20, 2015

Feld, Wald und Wiese - Frittierte Holunderblüten

Noch ein Grund warum ich den Frühling und Frühsommer so liebe: der Holunder blüht! Ich mag diesen frischen zitronig-blumigen Geschmack von Holunderblüten und glücklicherweise kann man ihn als Sirup ja ganz gut für das restliche Jahr konservieren. In ausgebackener Form als “Hollerküchle” kann man die dagegen leider nur kurze Zeit zubereiten - aktuell ist die beste Zeit, um im Garten oder in der Natur Holunderblüten zu sammeln.


Der Frühling ist aber nicht nur in der Natur in vollem Gange, sondern spielt im Moment auch auf vielen Foodblogs eine Rolle. U.a. bei Lena, die anlässlich des ersten Geburtstags ihres Blogs Ma vie est délicieuse ein Blogevent zum Thema Frühling veranstaltet. Herzlichen Glückwunsch zum Blog-Geburtstag, liebe Lena! :o)


Die Ölmenge zum Frittieren habe ich im Rezept nicht konkret angegeben, da sie sehr davon abhängt, wie groß der Topf ist, den ihr verwendet. Das Öl sollte etwa 3-4 cm hoch im Topf stehen, damit die Blütendolden schön freischwimmend frittiert werden können. Das Öl selbst sollte ein möglichst neutrales sein, z.B. Sonnenblumenöl (alternativ eignet sich auch Kokosfett).

Holunderblüten schmecken am besten natürlich ganz frisch geerntet. Neben der Frische generell macht aber auch das Wetter, bei dem sie gepflückt werden, einen Unterschied. Bei warmem, sonnigem Wetter ist das Aroma noch intensiver!
Nach dem Pflücken gründlich auf Insekten untersuchen, waschen (am besten in einer Schüssel, lieber nicht unter fließendem Wasser) und gut abtropfen lassen.


Zutaten
40 g Mehl
40 g Speisestärke
1 Ei, Gr. L
1 Päckchen Vanillezucker
60-80 ml Mineralwasser
Salz
Holunderblüten (frisch gepflückt und gründlich gewaschen)
Öl zum Frittieren
Puderzucker

Zubereitung
Mehl, Speisestärke, Ei, Vanillezucker, eine Prise Salz und Mineralwasser zu einem glatten Teig verrühren. Er sollte flüssig, aber trotzdem cremig sein (evtl. noch etwas Mineralwasser dazugeben).
Das Öl erhitzen, es ist heiß genug, wenn von einem Holzlöffel beim Hineinhalten Bläschen aufsteigen. Die  Blütendolden durch den Teig ziehen, gut abtropfen lassen und 2-3 Minuten im heißen Öl frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Puderzucker bestreut servieren.
Am allerbesten schmecken die Hollerküchle solange sie noch warm sind!

Friday, May 15, 2015

Bananen-Pfannkuchen

Ich liiiiebe Pfannkuchen zum Frühstück! Aber kennt ihr das? Ihr mögt etwas zwar unheimlich gerne und könntet euch jedes Mal aufs Neue sprichwörtlich hineinlegen – aber trotzdem vergesst ihr regelmäßig darauf, dass es das Ding überhaupt gibt? Klingt absurd, aber genau so geht es mir immer wieder mit meinen heißgeliebten Frühstücks-Pancakes. Es gibt sie einfach viel zu selten bei mir, nicht weil mir die Zubereitung zu kompliziert wäre – im Gegenteil, sie sind supereinfach und schnell gemacht – sondern weil ... ja, warum eigentlich?!



Da kam mir Simones Blog-Event zum Thema Frühstück gerade Recht, um mal wieder daran erinnert zu werden, was eigentlich eines meiner Lieblingsfrühstücksrezepte ist. Umso besser also, dass Simone das Event sogar noch um ein paar Tage verlängert hat (nämlich genau bis heute), sonst wäre ich mal wieder zu spät dran gewesen!

Guten Morgen Sonnenschein - Das Frühstücksevent vom 10.04. bis 10.05.

Eigentlich bin ich kein großer Fan amerikanischer Cup-Maße. Ich besitze auch keine entsprechenden Messbecher und vermeide daher amerikanische Rezepte, die mit Cups statt Gramm-Angaben arbeiten, ganz gerne. Dieses Rezept habe ich mir dann aber doch aus mehreren amerikanischen Rezepten zusammengebastelt, weshalb die Angabe für das Mehl diesmal in Millilitern ist. Wichtig ist einfach, dass das Volumen an Mehl und Buttermilch gleich ist.


Zutaten
200 ml Mehl
200 ml Buttermilch
1 Ei, Gr. L
1 TL Backpulver, gestrichen
1 ½ EL Zucker
2-3 reife Bananen
Butter & Öl (z.B. Rapsöl)
Honig od. Ahornsirup od Agavensirup

Zubereitung
Mehl und Backpulver mischen und in eine Schüssel sieben. Mehlmischung, Buttermilch, Zucker und Ei zu einem glatten Teig verrühren, die Konsistenz sollte schön zähflüssig sein. Bananen schälen und in ca. ½ cm dicke Scheiben schneiden.
Je 1 EL Butter und 1 EL Öl in einer Pfanne leicht erhitzen. 2 EL Teig pro Pfannkuchen in die Pfanne geben, etwas glattstreichen und gleich mit jeweils 4 -5 Bananenscheiben belegen. Die Pfannkuchen braten bis die Unterseite schön gebräunt ist, dann wenden und die andere Seite ebenfalls goldbraun backen. Die Pfannkuchen aus der Pfanne nehmen und evtl. im Backofen warmhalten bis alle Pfannkuchen gebacken sind.
Zum Servieren mit einem Stückchen Butter belegen und nach Geschmack mit Honig, Ahornsirup oder Agavensirup beträufeln.

Wednesday, May 6, 2015

Pasta cacio e pepe

Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich simple Rezepte mit einfachen und wenigen Zutaten propagiere – dieses übertrifft die bisherigen aber nochmal um einiges an Einfachheit.
‘Cacio e pepe’ bedeutet nichts anderes als ‘Käse und Pfeffer’ und mehr als diese beiden Zutaten braucht es neben der Pasta auch nicht für dieses Gericht. Oh pardon, ein Schuss Olivenöl darf natürlich in fast keinem italienischen Gericht fehlen.


Noch wichtiger als ohnehin ist bei Gerichten mit wenigen Zutaten die Qualität der Zutaten. Cacio e pepe ist ein traditionelles römisches Gericht, das mit Pecorino romano und langen dünnen Nudeln (z.B. Spaghetti) zubereitet wird. Ich persönlich mag käsige Saucen allerdings lieber mit kleinen kurzen Nudeln – schmeckt nicht minder lecker und bleibt daher eurer persönlichen Vorliebe überlassen.

Pecorino ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene aus Schafmilch hergestellte Käsesorten. Pecorino romano ist einer von vier Sorten, deren Ursprung und Name geschützt ist. Falls ihr keinen Pecorino romano bekommt, könnt ihr genauso gut einen anderen gut gereiften Pecorino verwenden. Für einen etwas milderen Geschmack und eine noch cremigere Konsistenz habe ich zusätzlich zum reifen Käse noch jungen Pecorino dazugegeben (etwa 2/3 reifer und 1/3 junger Käse). Manchmal wird Pecorino auch aus einer Mischung aus Schaf- und Kuhmilch hergestellt – das macht ihn zwar billiger, geschmackvoller ist aber in jedem Fall reiner Schafmilch-Pecorino.


Die angegebene Menge ist für eine gute Portion, d.h. für mehr Portionen könnt ihr die Mengen einfach entsprechend vervielfältigen.

Zutaten
125 g Pasta
50 g Pecorino (gerieben)
Salz
Schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen)
Olivenöl

Zubereitung
Die Pasta in Salzwasser etwa halb so lange kochen wie sie bräuchte, um al dente zu sein (ihr könnt euch dabei ganz gut an der auf der Packung angegebenen Kochzeit orientieren). Abgießen und dabei das Kochwasser unbedingt auffangen!
Die Pasta mit wenig Wasser zurück in den Topf geben und etwas vom Kochwasser (so dass die Pasta gerade mit Wasser bedeckt ist) und 1-2 EL Olivenöl dazugeben. Auf mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Pasta al dente ist. Regelmäßig rühren, damit nichts ansetzt und evtl. noch etwas Kochwasser dazugießen (sparsam, damit die Sauce nicht zu flüssig wird bzw. bleibt). Nach einigen Minuten bzw. wenn die Pasta fertig ist, sollte sich eine schöne Creme gebildet haben.
Den Käse dazugeben und mit reichlich Pfeffer würzen. Evtl. noch mit Salz abschmecken und mit zusätzlichem Pecorino und schwarzem Pfeffer bestreut servieren.