Wednesday, May 20, 2015

Feld, Wald und Wiese - Frittierte Holunderblüten

Noch ein Grund warum ich den Frühling und Frühsommer so liebe: der Holunder blüht! Ich mag diesen frischen zitronig-blumigen Geschmack von Holunderblüten und glücklicherweise kann man ihn als Sirup ja ganz gut für das restliche Jahr konservieren. In ausgebackener Form als “Hollerküchle” kann man die dagegen leider nur kurze Zeit zubereiten - aktuell ist die beste Zeit, um im Garten oder in der Natur Holunderblüten zu sammeln.


Der Frühling ist aber nicht nur in der Natur in vollem Gange, sondern spielt im Moment auch auf vielen Foodblogs eine Rolle. U.a. bei Lena, die anlässlich des ersten Geburtstags ihres Blogs Ma vie est délicieuse ein Blogevent zum Thema Frühling veranstaltet. Herzlichen Glückwunsch zum Blog-Geburtstag, liebe Lena! :o)


Die Ölmenge zum Frittieren habe ich im Rezept nicht konkret angegeben, da sie sehr davon abhängt, wie groß der Topf ist, den ihr verwendet. Das Öl sollte etwa 3-4 cm hoch im Topf stehen, damit die Blütendolden schön freischwimmend frittiert werden können. Das Öl selbst sollte ein möglichst neutrales sein, z.B. Sonnenblumenöl (alternativ eignet sich auch Kokosfett).

Holunderblüten schmecken am besten natürlich ganz frisch geerntet. Neben der Frische generell macht aber auch das Wetter, bei dem sie gepflückt werden, einen Unterschied. Bei warmem, sonnigem Wetter ist das Aroma noch intensiver!
Nach dem Pflücken gründlich auf Insekten untersuchen, waschen (am besten in einer Schüssel, lieber nicht unter fließendem Wasser) und gut abtropfen lassen.


Zutaten
40 g Mehl
40 g Speisestärke
1 Ei, Gr. L
1 Päckchen Vanillezucker
60-80 ml Mineralwasser
Salz
Holunderblüten (frisch gepflückt und gründlich gewaschen)
Öl zum Frittieren
Puderzucker

Zubereitung
Mehl, Speisestärke, Ei, Vanillezucker, eine Prise Salz und Mineralwasser zu einem glatten Teig verrühren. Er sollte flüssig, aber trotzdem cremig sein (evtl. noch etwas Mineralwasser dazugeben).
Das Öl erhitzen, es ist heiß genug, wenn von einem Holzlöffel beim Hineinhalten Bläschen aufsteigen. Die  Blütendolden durch den Teig ziehen, gut abtropfen lassen und 2-3 Minuten im heißen Öl frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Puderzucker bestreut servieren.
Am allerbesten schmecken die Hollerküchle solange sie noch warm sind!

Friday, May 15, 2015

Bananen-Pfannkuchen

Ich liiiiebe Pfannkuchen zum Frühstück! Aber kennt ihr das? Ihr mögt etwas zwar unheimlich gerne und könntet euch jedes Mal aufs Neue sprichwörtlich hineinlegen – aber trotzdem vergesst ihr regelmäßig darauf, dass es das Ding überhaupt gibt? Klingt absurd, aber genau so geht es mir immer wieder mit meinen heißgeliebten Frühstücks-Pancakes. Es gibt sie einfach viel zu selten bei mir, nicht weil mir die Zubereitung zu kompliziert wäre – im Gegenteil, sie sind supereinfach und schnell gemacht – sondern weil ... ja, warum eigentlich?!



Da kam mir Simones Blog-Event zum Thema Frühstück gerade Recht, um mal wieder daran erinnert zu werden, was eigentlich eines meiner Lieblingsfrühstücksrezepte ist. Umso besser also, dass Simone das Event sogar noch um ein paar Tage verlängert hat (nämlich genau bis heute), sonst wäre ich mal wieder zu spät dran gewesen!

Guten Morgen Sonnenschein - Das Frühstücksevent vom 10.04. bis 10.05.

Eigentlich bin ich kein großer Fan amerikanischer Cup-Maße. Ich besitze auch keine entsprechenden Messbecher und vermeide daher amerikanische Rezepte, die mit Cups statt Gramm-Angaben arbeiten, ganz gerne. Dieses Rezept habe ich mir dann aber doch aus mehreren amerikanischen Rezepten zusammengebastelt, weshalb die Angabe für das Mehl diesmal in Millilitern ist. Wichtig ist einfach, dass das Volumen an Mehl und Buttermilch gleich ist.


Zutaten
200 ml Mehl
200 ml Buttermilch
1 Ei, Gr. L
1 TL Backpulver, gestrichen
1 ½ EL Zucker
2-3 reife Bananen
Butter & Öl (z.B. Rapsöl)
Honig od. Ahornsirup od Agavensirup

Zubereitung
Mehl und Backpulver mischen und in eine Schüssel sieben. Mehlmischung, Buttermilch, Zucker und Ei zu einem glatten Teig verrühren, die Konsistenz sollte schön zähflüssig sein. Bananen schälen und in ca. ½ cm dicke Scheiben schneiden.
Je 1 EL Butter und 1 EL Öl in einer Pfanne leicht erhitzen. 2 EL Teig pro Pfannkuchen in die Pfanne geben, etwas glattstreichen und gleich mit jeweils 4 -5 Bananenscheiben belegen. Die Pfannkuchen braten bis die Unterseite schön gebräunt ist, dann wenden und die andere Seite ebenfalls goldbraun backen. Die Pfannkuchen aus der Pfanne nehmen und evtl. im Backofen warmhalten bis alle Pfannkuchen gebacken sind.
Zum Servieren mit einem Stückchen Butter belegen und nach Geschmack mit Honig, Ahornsirup oder Agavensirup beträufeln.

Wednesday, May 6, 2015

Pasta cacio e pepe

Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich simple Rezepte mit einfachen und wenigen Zutaten propagiere – dieses übertrifft die bisherigen aber nochmal um einiges an Einfachheit.
‘Cacio e pepe’ bedeutet nichts anderes als ‘Käse und Pfeffer’ und mehr als diese beiden Zutaten braucht es neben der Pasta auch nicht für dieses Gericht. Oh pardon, ein Schuss Olivenöl darf natürlich in fast keinem italienischen Gericht fehlen.


Noch wichtiger als ohnehin ist bei Gerichten mit wenigen Zutaten die Qualität der Zutaten. Cacio e pepe ist ein traditionelles römisches Gericht, das mit Pecorino romano und langen dünnen Nudeln (z.B. Spaghetti) zubereitet wird. Ich persönlich mag käsige Saucen allerdings lieber mit kleinen kurzen Nudeln – schmeckt nicht minder lecker und bleibt daher eurer persönlichen Vorliebe überlassen.

Pecorino ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene aus Schafmilch hergestellte Käsesorten. Pecorino romano ist einer von vier Sorten, deren Ursprung und Name geschützt ist. Falls ihr keinen Pecorino romano bekommt, könnt ihr genauso gut einen anderen gut gereiften Pecorino verwenden. Für einen etwas milderen Geschmack und eine noch cremigere Konsistenz habe ich zusätzlich zum reifen Käse noch jungen Pecorino dazugegeben (etwa 2/3 reifer und 1/3 junger Käse). Manchmal wird Pecorino auch aus einer Mischung aus Schaf- und Kuhmilch hergestellt – das macht ihn zwar billiger, geschmackvoller ist aber in jedem Fall reiner Schafmilch-Pecorino.


Die angegebene Menge ist für eine gute Portion, d.h. für mehr Portionen könnt ihr die Mengen einfach entsprechend vervielfältigen.

Zutaten
125 g Pasta
50 g Pecorino (gerieben)
Salz
Schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen)
Olivenöl

Zubereitung
Die Pasta in Salzwasser etwa halb so lange kochen wie sie bräuchte, um al dente zu sein (ihr könnt euch dabei ganz gut an der auf der Packung angegebenen Kochzeit orientieren). Abgießen und dabei das Kochwasser unbedingt auffangen!
Die Pasta mit wenig Wasser zurück in den Topf geben und etwas vom Kochwasser (so dass die Pasta gerade mit Wasser bedeckt ist) und 1-2 EL Olivenöl dazugeben. Auf mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Pasta al dente ist. Regelmäßig rühren, damit nichts ansetzt und evtl. noch etwas Kochwasser dazugießen (sparsam, damit die Sauce nicht zu flüssig wird bzw. bleibt). Nach einigen Minuten bzw. wenn die Pasta fertig ist, sollte sich eine schöne Creme gebildet haben.
Den Käse dazugeben und mit reichlich Pfeffer würzen. Evtl. noch mit Salz abschmecken und mit zusätzlichem Pecorino und schwarzem Pfeffer bestreut servieren. 

Saturday, May 2, 2015

Feld, Wald und Wiese - Bärlauch

Ich mag den Frühling u.a. ja auch deshalb so gerne, weil ich endlich wieder einer meiner liebsten Wochenendbeschäftigungen nachgehen kann: Wildkräuter sammeln!
Aktuell lässt sich so einiges draußen finden, neben jungen Brennessel- und Löwenzahnblättern findet man auch Gänseblümchen, Vogelmiere, Knoblauchrauke oder Sauerampfer sind nur einige davon. Eines der bekanntesten Frühlingskräuter, das es auch auf dem Markt oder im Supermarkt reichlich zu kaufen gibt, ist Bärlauch. Ich selbst kaufe ihn nie, sondern weiß inzwischen, an welchen Stellen im Wald ich Unmengen davon ganz frisch pflücken kann.



Wer sich genauer darüber informieren will, wie Bärlauch aussieht, wo man ihn finden kann und wie man ihn von anderen (zum Teil giftigen) Pflanzen unterscheiden kann, findet dazu reichlich Anleitungen im Netz. Ich selbst möchte bewusst und ausdrücklich keine Anleitung zum Bärlauchsammeln geben – wer sich unsicher ist oder sich überhaupt nicht auskennt, dem empfehle ich, eine sachkundige Person zum Sammeln mitzunehmen oder im Zweifel auf Bärlauch vom Markt oder aus dem Supermarkt zurückzugreifen.

Obwohl für mich immer die Vorteile saisonaler Produkte und saisonaler Küche im Hinblick auf Frische und Nachhaltigkeit überwiegen, liegt der Nachteil natürlich klar auf der Hand: nach relativ kurzer Zeit ist wieder Schluss und es dauert ein Jahr bis zum nächsten Mal. Aktuell geht die Bärlauchsaison schon wieder auf’s Ende zu, noch findet man im Wald und auf dem Markt aber reichlich.
Einen Teil meiner alljährlichen Bärlauchausbeute verwende ich unmittelbar z.B. in Pasta, Risotto oder auf Flammkuchen. Einen größeren Teil verarbeite ich jedes Jahr zu einer Paste, die sich im Kühlschrank einige Wochen hält, so dass ich auch etwas später im Jahr noch Bärlauch für verschiedene Gerichte zur Verfügung habe.


Zubereitung
Mehr als Bärlauch, ein neutrales Öl (ich verwende Rapsöl) und etwas Salz braucht es dazu nicht. Den Bärlauch gründlich waschen und mit zunächst wenig Öl pürieren. Nach und nach mehr Öl zugeben und weiterpürieren, bis eine cremige Paste entsteht. Die Paste in ein Glas füllen und mit einer Schicht Öl bedecken. Im Kühlschrank hält sich die Paste so einige Wochen lang.