Sunday, June 28, 2015

Feld, Wald und Wiese - Holunderblütensirup

Blüht der Holunder bei euch noch? Bei mir ist die schöne Pracht leider schon wieder vorbei... dafür ging es dieses Jahr (wahrscheinlich auch aufgrund des milden Winters) früh los.

Ich konnte gerade noch so genug Blüten für eine große Flasche selbstgemachten Holunderblütensirup zusammensammeln – neben frittierten Holunderblüten ist dieser Sirup eines der Dinge, auf dich ich mich jedes Jahr im Frühjahr aufs Neue wie ein kleines Kind freue!
Für mich schmeckt ein Glas kaltes Wasser mit etwas Sirup, einer Zitronenscheibe und evtl. noch etwas Minze einfach nach purem Sommer – und ich deshalb aktuell mein absolutes Lieblingsgetränk!


Die Blüten solltet ihr am besten nicht waschen, ansonsten geht einiges an Geschmack verloren. Deshalb solltet ihr auch lieber etwas abseits stark befahrener Straßen oder Bahngleise und nur ab einer Höhe, die auch von größeren Hunden nicht erreicht werden kann (ihr wisst schon ;o)) sammeln.
Ich klopfe sie einige Mal kräftig auf Küchenpapier aus (so fallen Insekten heraus) und sehe mir anschließend jede einzelne Dolde sehr gründlich an und entferne von Hand braune Blüten oder übriggebliebene Insekten.

Zutaten
700 g Zucker
1 Liter Wasser
15 große Holunderblütendolden
1 Zitrone (unbehandelt)
15 g Zitronensäure

Zubereitung
Zucker und Wasser in einem Topf erhitzen, bis der Zucker komplett aufgelöst ist (muss aber nicht unbedingt kochen), anschließend handwarm abkühlen lassen.
Die Zitrone heiß abwaschen und in dünne Scheiben schneiden. Blütendolden, Zitronenscheiben und Zitronensäure in eine große Schüssel oder ein großes Glas geben und mit dem lauwarmen Sirup übergießen. Einige Stunden bei Raumtemperatur ziehen lassen, anschließend in den Kühlschrank stellen und abgedeckt 2-3 Tage ziehen lassen.
Nach dieser Zeit den Sirup durch ein feines Sieb (ausgelegt mit einem Mulltuch oder einem sauberen Geschirrtuch) abgießen. Den Sirup einmal kurz aufkochen, dann in saubere Flaschen abfüllen und kühl (am besten im Kühlschrank) aufbewahren.

Tuesday, June 16, 2015

Schweinesteaks in Kräuter-Zitrus-Marinade

Steaks, im Sommer – das schreit ja eigentlich danach, sie auf den Grill zu legen. Das war ursprünglich auch der Plan, der dann aber im wahrsten Wortsinne ins Wasser fiel. Ich habe die Steaks also stattdessen im Backofen auf dem Rost “gegrillt” und das hat erstaunlich gut funktioniert! Natürlich kann man sie auch einfach in die Pfanne legen.


Das tut bzw. tat dem Geschmack nämlich absolut keinen Abbruch. Die Marinade aus Kräutern, Orangen- und Limettensaft schmeckt frisch und fruchtig und passt perfekt zu einem warmen Sommerabend im Freien. Bei mir war es wie gesagt ein verregneter Sommerabend in der Wohnung – passt genauso gut!

Ich habe das Fleisch sehr dick geschnitten – ca. 5 cm – um es anschließend noch in Scheiben aufschneiden zu können. Genauso gut könnt ihr aber gleich etwas dünnere Steaks schneiden und sie dann im Ganzen Servieren.

Zutaten
1 kg Schweinenacken (in 2 dicken Scheiben)
4 Knoblauchzehen
100 ml Olivenöl
1 unbehandelte Orange
50 ml Limettensaft
2 Handvoll Koriander
2 Zweige Oregano
2 Zweige Minze
1 EL Cumin (Kreuzkümmel)
Salz, schwarzer Pfeffer

Zubereitung
Knoblauchzehen schälen, Kräuter waschen und die Blätter von den Stielen zupfen. Orange heiß waschen, Schale abreiben, Saft auspressen und ca. 50 ml abmessen. Knoblauch, Olivenöl, Orangenschale und –saft, Limettensaft, Kräuter und Cumin in einem Food Processor zerkleinern (alternativ Knoblauch und Kräuter fein hacken und mit den restlichen Zutaten verrühren).
Die Fleischstücke in einen ausreichend großen Plastikbeutel legen, Marinade darüber gießen und den Beutel gut verschließen. Die Marinade etwas in das Fleisch einmassieren, den Beutel in eine Schale legen und für 3-4 Stunden (oder über Nacht) marinieren lassen.

Die Fettpfanne des Backofens mit Alufolie auslegen, das Rost darauf stellen und zusammen im Backofen auf 200°C (Heißluft) vorheizen.
Das Fleisch auf das heiße Rost legen, Grill einschalten und von jeder Seite insgesamt etwa 20-25 Minuten grillen. Am besten zwischendurch mit einem Thermometer die Temperatur im Innern des Fleisches kontrollieren und die Fleischstücke aus dem Ofen nehmen, sobald knapp 70°C erreicht sind. Die Fleischstücke einzeln in Alufolie wickeln und 15-20 Minuten ruhen lassen.
Alternativ, die Steaks auf dem Grill garen – konkrete Zeitangaben kann ich euch dazu leider keine machen, hier orientiert ihr euch am besten nach eurer eigenen Erfahrung bzw. kontrolliert regelmäßig die Kerntemperatur und richtet euch danach.

Zum Servieren das Fleisch in ca. 0.5cm dicke Scheiben schneiden. Bei mir gabs dazu Knoblauch-Pizzastangerl und Avocado-Mango-Salsa (beides kommt in nächster Zeit noch auf den Blog).