Sunday, October 11, 2015

Gemüsesuppen-Basis, selbstgemacht

Langsam, still und leise hat sich jetzt doch der Herbst angeschlichen – das schöne sonnige Wetter in letzter Zeit hat noch darüber hinweggetäuscht bzw. den Anschein erweckt, dass der Sommer doch noch hier ist.
Aber spätestens seit der letzten Woche mit Nachttemperaturen unter 10°C, Frühnebel und Dunkelheit ab 18:30 musste auch ich mir eingestehen, dass der Herbst nicht mehr nur vor der Tür steht, sondern genau genommen schon in meinem Wohnzimmer Platz genommen hat.


Obwohl ich ja eine eingefleischte Sommerliebhaberin bin und mich deshalb auch nicht über den diesjährigen Megasommer beschweren möchte und werde, kann ich doch auch dem Herbst so einiges abgewinnen.
Ich liebe die Farben, die der Herbst mit sich bringt, ich liebe Kürbis (in allen Variationen, ich mag sogar Nebel und trübe dunkle Tage – sofern ich an diesen Tagen einfach drin bleiben und es mir mit einem heißen Tee oder eine warmen Suppe auf dem Sofa gemütlich machen kann.


Allerhöchste Zeit also, die Vorräte an selbst gemachter Suppenpaste noch schnell aufzustocken, um damit über die kalte Jahreszeit zu kommen. Ich habe das Grundrezept von Claudia  von Miss Gliss und bin ganz begeistert davon wie simpel das Ganze ist – es braucht nur das entsprechende Gemüse, Gewürze und einen Fleischwolf. Kein Einkochen oder sonstige umständliche Methoden zur Haltbarmachung sind dazu nötig - das “Geheimnis” der Haltbarkeit ist eigentlich kein Geheimnis, sondern etwas, das Menschen schon seit Jahrtausenden wissen: Salz konserviert.

Bei der Salzmenge (30 %) habe ich mich am oben verlinkten Rezept orientiert, bei der Zusammenstellung der Gemüse-Kräuter-Mischung habe ich ein bisschen meinen eigenen Geschmack einfließen lassen. Laut Miss Gliss hält sich die Suppenbasis kühl und dunkel (z.B. im Keller) aufbewahrt aufgrund des hohen Salzgehalts bis zu 1 Jahr. Ich selbst habe leider noch keine so langen Erfahrungswerte, zweieinhalb Monate hält sich die Paste bei mir aber auch schon ohne Probleme.

Zutaten
200 g Knollensellerie (inkl. Grün)
200 g Petersilienwurzel
350 g Karotten
150 g Lauch
150 g Zwiebeln
Daumengroßes Stück Ingwer
10 Stiele Petersilie
2-3 Stiele Liebstöckel
5 (frische) Lorbeerblätter
20 Wacholderbeeren
½ EL schwarze Pfefferkörner
Muskatnuss (frisch gerieben)
½ EL Kurzkuma
feines Meersalz

Zubereitung
Gemüse und Kräuter waschen, wenn nötig schälen (den Ingwer auf jeden Fall schälen), putzen, und ca. 1 cm dicke Stifte schneiden (bzw. ein Format und eine Größe, mit der euer Fleischwolf gut zurechtkommt). Das Gemüse, die Kräuter und die Gewürze (außer Muskat, Kurkuma und Meersalz) abwechselnd durch eine mittelgroße Mahlscheibe drehen. Mit Kurkuma und Muskatnuss nach Geschmack gut durchmischen, abwiegen und pro 100 g Gemüsemasse 30 g Meersalz untermischen.
In saubere Gläser füllen, verschließen und kühl und dunkel aufbewahren. Infos zur Haltbarkeit findet ihr im letzten Textabsatz.